Einer kam zu sich, der war sieben jahre nicht bei sich gewesen, sondern unter den räubern in der fremde. Und nun ging er wieder bei sich ein und aus und langweilte sich ein wenig, denn bei den räubern war es kurzweilig zugegangen, etwas blutiger auch, natürlich. Aber wenn man sich aus dem köpfeeinschlagen nichts machte, konnte man bei den räubern auf seine kosten kommen; dafür sorgte der räuberhauptmann.
Damit war es nun vorbei, fürs erste.
Gesittet saß er nun bei kaffee und kuchen und versuchte seine freiheit zu genießen; aber was ihm fremd gewesen war vor sieben jahren und ihn angeekelt hatte am braven leben, das widerte ihn heute genauso an.
Also sehnte er sich zurück zu seinen räubern, obwohl er das räuberische leben gehasst hatte, solange er als wegelagerer die harmlosen fußgänger ausgeraubt hatte.
30.12.2001 (c) Volker Knierim